Spitzenköche für Afrika im Spiegel der Presse
Spitzenköche für Afrika im Spiegel der Presse

Ralf Bos und Eckart Witzigmann haben mit „Spitzenköche für Afrika“ ein besondere Initiative aufgebaut, um das Bildungsprogramm „ABC-2015“ der Stiftung Menschen für Menschen in Äthiopien zu unterstützen. Innerhalb von 100 Tagen haben 2008 deutsche und österreichische Spitzenköche durch Aktionen in ihren Restaurants über 250.000 Euro für den Bau der Gordom Higher Primary School gesammelt. 600 Schüler werden nun in der Ortschaft Didu die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen.

Nachhaltige Hilfe für Kinder ohne Bildung

Top-Gastronomen haben ein großes Herz. Deshalb möchten wir es nicht bei einer einmaligen Aktion belassen. „Spitzenköche für Afrika“ will der Stiftung von Karlheinz Böhm helfen, weitere Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder aufbauen. Wir haben uns ein Ziel gesetzt: Im Jahr 2010 wollen wir 215.000 Euro einnehmen, um eine weitere Schule in Illubor, einer äthiopischen Region mit einer besonders hohen Rate an Analphabeten, bauen zu können. Ansonsten haben zigtausende von Mädchen wie Getenesch keine Chancen und Perspektiven auf eine bessere Zukunft. Machen Sie mit, ich bin mir sicher, wir werden erneut erfolgreich sein.

Das Projekt -  Guba Hora Lower Primary School

Ort:              Beleti – Boretscha / Südwest Äthiopien
Projektziel:    Zugang zu Schulbildung durch den Bau einer Grundschule
Projektaktivität:  Bau von zwei Gebäuden mit je vier Klassenräumen; einem Verwaltungsgebäude;        Lehrerunterkünften; Latrinen; Bereitstellung der Schulmöbel
Anzahl der Schüler:  400 Schülerinnen und Schüler
Projektdurchführung:  Menschen für Menschen (MfM) ist verantwortlich für die Durchführung der geplanten Aktivitäten. Die Bildungsbehörde der Region ist verantwortlich für die Einstellung und Bezahlung der Lehrer und stellt das Budget für den Betrieb der Schule zur Verfügung.
Projektkosten gesamt:     voraussichtlich 215.000,- Euro
Region Illubabor / Boretscha

Die Provinz Illubabor in der Region Oromia liegt im Südwesten Äthiopiens mit einer Fläche von 35.000 km² und insgesamt 1,3 Mio. Einwohnern. Diese für ihren Kaffee bekannte Region ist aufgrund der reichlichen Niederschlagsmengen zwar eine frucht­bare, aber dennoch sehr arme Region. Die Menschen in der schwer zugänglichen Region haben kaum Kontakt zur Außenwelt, eine Infrastruktur ist so gut wie nicht vorhanden. Nur zwei Allwetterstraßen verbinden die abgelegene Provinz mit der Hauptstadt. Mettu ist regionaler Hauptort und regionaler Projektsitz von Menschen für Menschen, liegt ca. 1.800 m ü. M. und ca. 600 km westlich von Addis Abeba. 1985 startete Menschen für Menschen in Illubabor ein groß angelegtes „Integriertes ländliches Entwicklungsprogramm“. Seit 1998 zog sich die Stiftung mit ihren Aktivitäten, die von der Bevölkerung jetzt selbst fortgeführt werden, aus einem Teil der Region zurück. Doch bis heute gibt es viele entlegene Gebiete in der Region, denen bislang noch keine Unterstützung zuteil werden konnte. Boretscha (74.000 Einwohner) ist einer dieser sehr bedürftigen Distrikte.

Etwa 170 Kilometer entfernt von der Provinzhauptstadt Mettu liegt der 960 km² große Distrikt. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Die Hauptaktivitäten von Menschen für Menschen konzentrieren sich auf die Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge, Bau von Brunnen und Wasserstellen,  Verbesserung der medizinischen Versorgung, Bau von Straßen und Zufahrtswegen sowie darauf den Zugang zu Schulbildung für die Kinder des Distrikts zu verbessern.

Bildungssituation

Ein Großteil der Schulen in der Region sind in schlechtem Zustand, in einigen kann aufgrund der Baufälligkeit kein Unterricht mehr stattfinden. Außerdem sind fast alle Schulen nicht möbliert, so dass die Schüler den Stunden auf dem Boden sitzend folgen müssen. Diese katastrophalen Zustände führen zu sehr geringen Einschulungsraten, die noch unterhalb des nationalen Durchschnitts liegen und eine hohe Analphabetenrate zur Folge haben. Nur jedes zweite Kind hat bisher überhaupt die Möglichkeit eine Schule zu besuchen.

Zu den Hauptaktivitäten von Menschen für Menschen zählen der Neubau, die Möblierung und Ausstattung von Schulen, sowie der Wiederaufbau und die Reparatur alter Lehranstalten und der Bau von Unterkünften für das Lehrpersonal. So sollen bessere Voraussetzungen zum Lehren und Lernen geschaffen werden. Langfristiges Ziel ist es, das Bildungsniveau anzuheben und somit auch die Entwicklung Äthiopiens voranzutreiben.

Der Bau der Guba Lower Primary School ist ein wichtiger Schritt, die Chancen der Kinder und Jugendlichen in der Region entscheidend zu verbessern: Auf einem großen Gelände sollen zwei Gebäude mit je vier Klassenräumen, Trockenlatrinen, ein Verwaltungsgebäude und Lehrerunterkünfte entstehen sowie die Einrichtung mit funktionalen Schulmöbeln bereitgestellt werden.

ABC-2015 – Bildung für Äthiopien

Die Stiftung Menschen für Menschenhat sich bei der Bekämpfung des Bildungsnotstandes und der Armut in Äthiopien mit dem Bildungsprogramm „ABC - 2015“ große Ziele gesetzt. Die ersten drei Buchstaben des Alphabets stehen dabei symbolisch für die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, „2015“ beschreibt das Jahr, bis zu dem die Ziele erreicht werden sollen. Demnach will Menschen für Menschen mit dem Anfang 2008 gestarteten Programm in den nächsten acht Jahren die Alphabetisierungsrate in Äthiopien von derzeit unter 50 Prozent drastisch erhöhen sowie die Grundlagen dafür schaffen, Hunderttausenden Kindern des Landes eine Schulbildung zu ermöglichen. „ABC – 2015“ wird nicht nur das ostafrikanische Land nachhaltig verändern – mit dem Programm stellt Karlheinz Böhm zugleich die Weichen für die Zukunft von Menschen für Menschen, indem der Schwerpunktbereich Bildung langfristig ausgebaut wird. Leiterin des neuen Bildungsprogramms wird Almaz Böhm, geschäftführendes Vorstandsmitglied der Stiftung.

Karlheinz Böhm: „Entwicklung ist ohne Bildung nicht möglich. Nur wer lesen und schreiben gelernt hat, kann sich aus eigener Kraft aus der Armut befreien. Die Stärkung des Bildungsbereiches ist deshalb die Schlüsselaufgabe unserer Arbeit.“ Nach dem UNESCO-Weltbildungsbericht können in Äthiopien nicht einmal 40 Prozent der Erwachsenen und nur rund 50 Prozent der Jugendlichen lesen und schreiben. Außerdem haben weniger als die Hälfte der Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Mit „ABC – 2015“ wird der Anteil der Stiftungsausgaben für den Bereich Bildung weiterhin hoch bleiben (aktuell rund 60 Prozent). Bis 2015 soll durch den Bau weiterer Grund- und Hauptschulen sowie Gymnasien der Zugang zu Schulbildung in Äthiopien deutlich verbessert werden.

„ABC – 2015“ unterstützt die internationalen Bemühungen bei der Beseitigung von Bildungsnotstand und Armut. Bereits im Jahr 2000 hatten sich in Dakar 164 Staaten dazu verpflichtet, bis ins Jahr 2015 jedem Kind eine Grundschulbildung zu ermöglichen und die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen um 50 Prozent zu erhöhen. Laut UNESCO, die jährlich die Fortschritte der Länder in diesem Vorhaben misst, ist Äthiopien wie die meisten afrikanischen Länder südlich der Sahara weit davon entfernt, die gesteckten Ziele zu erreichen. Menschen für Menschen will den Fortschritt deshalb vorantreiben und ein nachahmenswertes Beispiel für die Entwicklung anderer bedürftiger Länder bieten.

 

Alle Spenden zur Aktion „Spitzenköche für Afrika“ gehen an die
Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe:


Spendenkonto 66 75 91 791

HypoVereinsbank München BLZ 700 202 70
IBAN: DE10700202700667591791
Swift/BIC: HYVEDEMMXXX

Stichwort: "SPITZENKÖCHE FÜR AFRIKA"